Die Karlsruher Taxonomie-Initiative
Mitwirkende im NetzwerkViele Fachleute und Institutionen sind an der Initiative beteiligt. Wir stellen sie Ihnen vor.

Seit vielen Jahren engagiert sich die Umweltakademie Baden-Württemberg mit Fortbildungen im Themenfeld des Natur-, Klima- und Artenschutzes. Seminare für Ehrenamtliche im Amphibien-, Hornissen-, Wespen- und Fledermausschutz sind etabliert, Projekte im Vorschulbereich und Kurse für Naturschutzprofis wie die Reihe zur Feldbotanik erweitern das Programm zur Artenkenntnis in verschiedene Richtungen. Nach dem Start der Landesinitiative Integrative Taxonomie hat dieser Teilbereich eine noch stärkere Gewichtung erlangt. Die Umweltakademie vermittelt Kenntnisse und Fachwissen zur Artenvielfalt und bildet Artenkennerinnen und Artenkenner aus und weiter. Vom Bestimmungskurs für Ackerwildkräuter bis zur Erfassung von Kleinsäugern, vom Thema Gräser bis zu Schwebfliegen, Heuschrecken, Laufkäfern und Fledermäusen bietet sie ein breites Spektrum an Workshops und Seminaren zu naturschutzrelevanten Fachkenntnissen an. Die Angebote richten sich an verschiedene Alters-, Berufs- und Interessensgruppen. Zudem kann man sein Artenwissen bei der Umweltakademie zertifizieren lassen.
Die Umweltakademie ist die Umweltbildungseinrichtung des Landes Baden-Württemberg und gehört zum Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft. Weitere Informationen und Veranstaltungsprogramm finden Sie auf der Website der Umweltakademie.

Der gemeinnützige Verein Botanischer Garten am KIT e. V. unterstützt das Joseph Gottlieb Kölreuter Institut für Pflanzenwissenschaften insbesondere im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit. Er organisieren u. a. Führungen und Veranstaltungen und setzt sich sehr in der Botanischen Bildung und Vermittlung von Forschungsthemen für die Öffentlichkeit ein.

Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen der Fächer Geoökologie, Botanik und Zoologie am KIT setzen sich für die Stärkung der Artenkenntnisse in der Ausbildung von Studierenden ein. Sie bieten Bestimmungsübungen, Exkursionen und Veranstaltungen zu ökologischen Themen an.
Institut für Geographie und Geoökologie
Ansprechpartner: Prof. Dr. Sebastian Schmidtlein
https://www.ifgg.kit.edu/index.php
Joseph-Gottlieb Kölreuter Institut für Pflanzenwissenschaften
Ansprechpartnerin: Maren Riemann
https://www.biologie.kit.edu/taxonomie/Taxonomie.php
https://www.jkip.kit.edu/botzell/index.php
https://www.jkip.kit.edu/garten/index.php
Zoologie | Molekulare Zellbiologie der Tiere
Ansprechpartnerin: Dr. Urszula Weclawski
https://molbio.zoo.kit.edu/21_90.php
Forschungsgruppe Sylvanus am Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS)
„Sylvanus – Erhöhung der Widerstandsfähigkeit und Verringerung von Zielkonflikten bei der Umwandlung städtischer und stadtnaher Wälder“
https://www.itas.kit.edu/fg_syl.php
KIT-Zentrum Mensch und Technik (MuT)
Am Kepler-Gymnasium Pforzheim finden regelmäßig Fortbildungen für Lehrkräfte zu ökologischen Themen statt. Im Rahmen der Veranstaltungen werden verschiedene Ökosysteme untersucht. Dabei wird nicht nur die Artenkenntnis aufgefrischt und erweitert. Die Teilnehmenden erfahren auch, wie im Rahmen eines Geländepraktikums oder einer Exkursion die Inhalte altersgerecht und auf die Bildungsplaninhalte abgestimmt in den einzelnen Klassenstufen umgesetzt werden können.
Außerdem werden am Kepler-Gymnasium Schülerinnen und Schüler ab Klasse 8 zu Wildparkmentoren ausgebildet. Damit sind sie in der Lage, Exkursionen in den Wildpark mit 5. und 6. Klassen zu begleiten und die Lehrkräfte bei der Durchführung der Exkursion zu unterstützen. Dabei stehen Beobachtungsaufgaben im Mittelpunkt, die die Mentoren in Kleingruppen anleiten und betreuen.
Ansprechpartnerin: Tina Roth
(Lehrerin am Kepler-Gymnasium, Fachberaterin für Unterricht am ZSL, Regionalstelle Karlsruhe)
Ansprechpartner: Dr. Martin Remmele
(LJV-Landesobmann für Arten- und Naturschutz)

Ansprechpartner:
Dr. Sebastian Schwab
Sönke Birk

Im Naturwissenschaftlichen Verein Karlsruhe e. V. kommen seit über 150 Jahren Naturforschende, Freundinnen und Freunde der Naturkunde und die interessierte Öffentlichkeit zusammen. Der Naturwissenschaftliche Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Erforschung und den Schutz der Natur zu unterstützen. Er fördert den Gedankenaustausch zwischen Menschen, die sich beruflich oder in ihrer Freizeit mit Naturwissenschaften befassen. Durch seine Arbeit will der Verein in der Öffentlichkeit die Kenntnis von Naturzusammenhängen und -phänomenen vertiefen.
Ansprechpartner:
Entomologische Arbeitsgemeinschaft: Leitung Dr. Robert Trusch
Entomologische Jugend Arbeitsgemeinschaft: Leitung Dr. Rolf Moertter
Geologische Arbeitsgemeinschaft: Leitung Werner Wurster
Limnologische Arbeitsgemeinschaft: Leitung Dr. Sabrina Plegniere und Thomas Holfelder
Ornithologische Arbeitsgemeinschaft: Leitung Jochen Lehmann
Pilzkundliche Arbeitsgemeinschaft: Leitung Dr. Markus Scholler
Ansprechpartner:
Prof. Andreas Martens
Prof. Dr. Dorothee Benkowitz

Der Fachbereich Ökologie im Umwelt- und Arbeitsschutz der Stadt Karlsruhe übernimmt die Aufgaben des Fachamtes für die Untere Naturschutzbehörde. Neben allgemeinen naturschutzrechtlichen Belangen, der Beteiligung in Bauprojekten und der Betreuung von Schutzgebieten ist der Artenschutz eines der wichtigsten Tätigkeitsfelder. Bei der Bewertung und Einordnung von Einzelfällen und der Planung von Artenschutzmaßnahmen spielt auch das Thema Artenkenntnis eine große Rolle. Bei Fragen zu bestimmten Arten steht der Fachbereich Ökologie immer gerne zur Verfügung. Des Weiteren unterstützt der Umwelt- und Arbeitsschutz die Förderung der Artenkenntnis in der Bevölkerung mit regelmäßigen Veranstaltungen im Rahmen des Projektes „Schüler*innen erleben Naturschutz“ sowie bei Exkursionen, Vorträgen und im Rahmen von Infoständen bei öffentlichen Veranstaltungen.

Die Waldpädagogik Karlsruhe bietet Menschen jeden Alters im Stadt- und Landkreis Karlsruhe Informationsmöglichkeiten rund um den Wald an. Ausführliche Informationen finden sich im Jahresprogramm auf unserer Internetseite.
Multiplikatoren haben die Möglichkeit, individuell mit uns Fortbildungsveranstaltungen abzusprechen. Aktuell im Programm:
- Who is who? – Säugetiere und Vögel im Wald
- Fledermäuse – Jäger der Nacht
- Pflanzenchallenge – Bäume und Sträucher im Wald
- Was krabbelt denn da? – Bodentiere im Wald
Die Fortbildungen sind eintägig und dauern zwischen vier und sieben Stunden. Sie finden im Wald rund um das Waldklassenzimmer und Waldzentrum Karlsruhe statt.

Die BAS - Botanische Arbeitsgemeinschaft Südwestdeutschland e.V. - ist eine Vereinigung für alle, die sich für die vielfältigen Aspekte unserer heimischen Pflanzenwelt interessieren. Botanische Wanderungen und Exkursionen fördern das Kennenlernen und sichere Bestimmen von Arten und die Kenntnis der Vegetation südwestdeutscher Landschaften. Mitglieder und Interessierte können sich einbringen bei floristischen Kartierungen, speziellen Projekten und in Arbeitskreisen.

Ansprechpartnerin: Ulrike Stephan

Ansprechpartner: Dr. Eberhard Frey (ehrenamtlicher Vertreter der Biologie)
https://www.jugendforschungszentrum.de/jfz-campus/jugendforschungszentrum-pforzheim/

Das Naturschutzzentrum Karlsruhe-Rappenwört wurde 1996 als Stiftung des bürgerlichen Rechts gegründet. Das Zentrum befindet sich in einem denkmalgeschützten Bauhaus-Gebäude mitten in der reizvollen Auenlandschaft der Rheininsel Rappenwört.
Über das Jahr hinweg werden verschiedene Sonderausstellungen, Vorträge, Seminare, Workshops, naturkundliche Führungen und Naturerlebnistage für alle Altersgruppen angeboten. Viele dieser Veranstaltungen dienen der Vermittlung von Artenkenntnissen mit Schwerpunkt von Pflanzen und Tieren der Region.
Das Adolf-Schmitthenner-Gymnasium ist seit 2013 Stützpunktschule® im Bereich Evolution und Biodiversität. Sie arbeitet im Rahmen der Initiative WiS („Wissenschaft in die Schulen“) eng mit außerschulischen Partnern zusammen.
Im Rahmen des Stützpunktschulkonzepts führen die Projektleiter der Schule Artenvielfaltskurse für an der Thematik besonders interessierte Schülerinnen und Schüler durch, bilden Schülermentorinnen und -mentoren in den Bereichen Zoobiologie, Ökologie und Meeresbiologie aus und beteiligen sich an der Durchführung von Lehrkräftefortbildungen.
Ansprechpartner: Dr. Rainer Drös

Der Fachbereich Umwelt und Grünflächen im Bauamt der Stadt Rheinstetten vertritt die Umweltbelange bei freiraumrelevanten Projekten, von der Bauleitplanung bis hin zu Planfeststellungsverfahren. Wir planen und setzen Ausgleichs- und Artenschutzmaßnahmen um und betreuen die freie Landschaft durch Maßnahmen wie extensive Wiesenpflege, Gewässerunterhalt, Anlage und Pflege von Streuobstbeständen, Management invasiver Neobiota und vieles mehr. Daneben verantworten wir Neuanlage und Unterhalt innerstädtischer Grünbestände, vom Straßenbaum über Spielplätze bis zum Friedhof. Wir vermitteln umweltpädagogische Angebote an Schulen und Kindergärten und bieten Führungen und Vorträge im Themenfeld von Natur und Landschaft an. Die Unterstützung ehrenamtlicher Initiativen im Naturschutz oder auch die Kampagne zum naturnahen Gärtnern sind weitere Arbeitsfelder.

Der Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg e. V. (LNV) ist der vom Land Baden-Württemberg anerkannte Dachverband der Naturschutzvereine (§ 51 NatSchG). Mit seinen 37 Mitgliedsverbänden vertritt er über 540.000 Naturschützerinnen und Naturschützer. Der LNV wurde im Jahr 1971 aus der Erkenntnis heraus gegründet, dass die Naturschutzvereine mehr Gehör finden, wenn sie ihre Kräfte bündeln und mit einer Stimme sprechen.
Vor dem Hintergrund, dass nicht nur immer mehr Arten verschwinden, sondern die Artenkenner und Artenkennerinnen inzwischen selbst auf der Roten Liste der aussterbenden Berufe stehen, hat der LNV im Jahr 2020 die Initiative Artenkenntnis ins Leben gerufen. Viel zu lange wurde das Wissen um die Biodiversität in Ausbildung und Lehre vernachlässigt. Der Zustand der Natur kann jedoch ohne fundierte Artenkenntnis nicht beurteilt werden. Im Rahmen der Initiative startete im Jahr 2020 auch das Jugendprojekt „Youth in Nature“, das naturinteressierte Jugendliche auf ihrem Weg zum Artenkenner und zu Artenkennerin von morgen unterstützt. Im Jahr 2022 rief der LNV den landesweiten „Tag der Artenvielfalt“ aus, um den Menschen im Land die Natur vor der eigenen Haustür näher zu bringen.

Michael Zacherle ist ehrenamtlicher Biberberater für die Stadt Karlsruhe und den Landkreis Karlsruhe. Als Teil des landesweiten Bibermanagement hilft er vor Ort bei Fragen und Problemen zum Biber weiter und ist auch der erste Ansprechpartner bei Konflikten wie Überschwemmungen, Fraßschäden, gefällten Bäumen und vom Biber gegrabenen Uferröhren. Bei Führungen, Vorträgen und durch die Beteiligung an Ferienfreizeitprogrammen bereitet er die Öffentlichkeit, aber auch direkt Betroffene wie Kommunen, Landwirte und Wassersportler auf die Rückkehr des Bibers in der Region vor. Darüber hinaus engagiert er sich auch für den Schutz des Fischotters, der - wie der Biber - rund zwei Jahrhunderte nach seiner Ausrottung in der Region nun langsam zurückkehrt.

Der BUND (BUND für Umwelt und Naturschutz Deutschland) Regionalverband Nordschwarzwald ist Teil einer großen gemeinnützigen Organisation, die seinen Mitgliedern und allen, die Interesse und Spaß daran haben, die Möglichkeit bietet, mit ihrer Unterstützung für unsere Natur aktiv zu werden.
In verschiedenen Gemeinden des Nordschwarzwaldes gibt es bereits aktive BUND-Gruppen. Möglichkeiten zum Mitmachen vor Ort sind beispielsweise:
- Praktischer Naturschutz
- Exkursionen, Veranstaltungen und Vorträge
- Angebote für Kinder
- Schutz unserer Natur auf politischer Ebene
- Regelmäßiger Austausch mit Gleichgesinnten
- ...und vieles mehr
Weitere Informationen, Ansprechpartner und Möglichkeiten zur Kontaktaufnahme gibt’s auf der Homepage des BUND Nordschwarzwald.
Wir beraten in Umwelt- und Naturschutzfragen und vermitteln Kontakte zu den BUND-Gruppen vor Ort und zu unseren Angeboten für Kinder und Jugendliche.
Zu unseren Tätigkeiten gehören auch Projekte zu gefährdeten Tieren- und Pflanzenarten, z.B. der Wildkatze.
Weitere Informationen gerne auf Anfrage.
https://www.bund-mittlerer-oberrhein.de
Der Naturtreff Grötzingen wurde 2016 von Aktiven der Amphibienschutzgruppe ins Leben gerufen und war ursprünglich nur für den regelmäßigen Austausch Naturinteressierter gedacht. Im Laufe der Jahre haben sich die Teilnehmerzahl sowie die Themen stetig erweitert.
Wir engagieren uns heute in verschiedenen Gruppen
- Amphibienschutz / Fledermausschutz
- Magerrasen und Mähwiesen / Streuobstwiesen
- insektenfreundliche Gärten / ökologische Nutzgärten / Terra Preta
- Klimaschutz (Projekt Sonnendorf Grötzingen)
- Grundschul-AG Naturdetektive sowie VHS-Kurse
Neben dem Austausch in gemütlicher Runde gibt es ein umfangreiches Jahresprogramm mit verschiedenen Exkursionen, Vorträgen, Biotoppflege-, Artenschutzaktionen und Aufklärungsarbeit zum Thema Natur- und Umweltschutz.
Der Naturtreff will lokale politische Entscheidungen, die Eingriffe in die Grötzinger Natur bedeuten, kritisch begleiten und hinterfragen, auf die Konsequenzen aufmerksam machen und Aufklärungsarbeit betreiben.
Denn neben dem gemeinsamen Naturerlebnis ist unser wichtigstes Anliegen, die noch vorhandene Natur in und um Grötzingen für die kommenden Generationen zu bewahren.
Kartierungen, Gutachten und Öffentlichkeitsarbeit im Bereich Amphibien und Feuchtgebiete
Kontakt: c.c.buchta@~@web.de
Das Kompetenzzentrum für Biodiversität und integrative Taxonomie versteht sich als transdisziplinäres Forschungs- und Kommunikationsnetzwerk zu Biodiversität allgemein und Artenkenntnis im Besonderen. Das Netzwerk bringt Forschende und Lehrende baden-württembergischer Forschungs- und akademischer Bildungseinrichtungen zusammen. Wichtige Aufgaben sind Forschung, Lehre und Wissenstransfer zu den genannten Themen. Darüber zielt KomBioTa darauf ab, die regionale Verneztung innerhalb Baden-Württembergs und überregionale Vernetzung zu stärken.
Das aus Mitteln der Fischereiabgabe geförderte Umweltbildungs-Projekt des Landesfischereiverbands Baden-Württemberg e.V.
https://www.fisch-on-tour.de/fischmobil/
Kontakt: info@~@fisch-on-tour.de

