Tapinoma magnum melden

Am Ende dieser Seite können Sie Vorkommen der Großen Drüsenameise an das von den Naturkundemuseen Stuttgart und Karlsruhe koordinierte Tapinoma-Forschungsprojekt melden.

Über die Große Drüsenameise - Tapinoma magnum

Die Große Drüsenameise stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum, doch sie breitet sich seit einigen Jahren zunehmend auch in Deutschland aus - mit Folgen für Infrastruktur, Anwohnerinnen und Anwohner und wahrscheinlich auch für unsere heimische Biodiversität. Über Schäden und Belästigungen wurde inzwischen in zahlreichen Pressenberichten aus verschiedenen Städten und Gemeinden berichtet.

Hinter „Tapinoma magnum“ verbergen sich genau genommen 3 gebietsfremde, superkoloniale Arten: Tapinoma magnum, Tapinoma ibericum und Tapinoma darioi. Diese drei Arten sind äußerlich nur sehr schwer zu unterscheiden, sie sind aber alle gebietsfremd und superkolonial. Aktuell sind die meisten eindeutig identifizierten Kolonien in Süddeutschland Tapinoma magnum zuzuordnen. Solange eine eindeutige morphologische oder genetische Identifizierung der Arten nicht stattgefunden hat, bezeichnen wir die Vorkommen im Portal mit Tapinoma cf. magnum. Das „cf.“ steht für lateinisch „confer = vergleiche“ und bedeutet, dass es sich außer um T. magnum auch um eine der anderen, sehr ähnlichen Arten handeln könnte.

Tapinoma magnum und verwandte Arten erkennen

Ausführliche Informationen über die Art, inklusive Erkennungsmerkmalen haben wir in einem Science Blog Artikel für Sie zusammengestellt.

Tapinoma cf. magnum bildet sogenannte Superkolonien, ein weitverzweigtes Netzwerk von Nestern einer Kolonie, das aus Hunderttausenden bis Millionen von Arbeiterinnen und Tausenden fortpflanzungsfähigen Königinnen besteht. Dadurch hat die Art das Potenzial, sich über die Jahre immer weiter in der Fläche auszubreiten, und sie lässt sich dann immer schwerer bekämpfen.

Einen Verdacht auf gebietsfremde „Tapinomas“ lässt sich anhand von Fotos überprüfen. Dazu wird ein Tropfen Zuckerlösung (z.B. Agavendicksaft oder Honig) auf ein Blatt Papier gegeben, um das die Ameisen sich dann schnell versammeln.

Kann man auf diesem Foto erkennen, dass die Arbeiterinnen der Ameisen

  • komplett schwarz
  • ca. 2-5 mm lang
  • und eindeutig unterschiedlich groß (größte Ameise doppelt so groß wie die kleinste)

sind, so handelt es sich möglicherweise um Tapinoma cf. magnum.

Weitere Kriterien

Zusätzliche, leicht erkennbare Kriterien erlauben die Unterscheidung von einigen sehr ähnlichen heimischen Wegameisen: Das Verhalten (sehr schnelles Umherlaufen, sofortiges und zahlreiches Ausströmen bei Störungen am Nest, mehrspurige Ameisenstraßen), das Aussehen der Brut (nackte Puppen mit erkennbaren Gliedmaßen), und der Geruch (intensiv aromatisch-chemisch).

Da die Superkolonien von Tapinoma cf. magnum auch mit den ebenfalls in Deutschland vorkommenden Superkolonien der „Vernachlässigten Wegameise“ Lasius neglectus  verwechselt werden können, besteht die Möglichkeit, diese ebenfalls hier zu melden.

Wir bitten Sie, uns solche eindeutigen Funde mit Foto über dieses Meldeportal zu melden.

Im Falle der Bestätigung des Fundes bitten wir Sie, das Vorkommen der Gemeinde zu melden, damit diese informiert ist.

Vielen Dank!

Übersichtskarte bisheriger Funde

Hinweis: Diese Karte zeigt die Standorte, die dem Tapinoma-Projekt gemeldet wurden. Sie befindet sich aktuell noch in Arbeit und wird noch weiter geupdatet.

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Funddaten

Bei der Kartenansicht der Funde werden nur Datum und Bild veröffentlicht – keine Adressdaten.
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Die Geokoordinaten werden automatisch ermittelt. Wenn Sie nicht direkt am Fundort ein Smartphone mit aktivierter Standorterkennung einsetzen, verschieben Sie den roten Fundmarker in geeigneter Kartenvergrößerung bitte an den korrekten Fundort per Maus/Hand.


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