Feldhase Lepus europaeusLeporidae

Status

Indigen

Verbreitung

Ist in ganz Europa und teilweise in Westasien sowie Nordafrika verbreitet.

Vorkommen in Deutschland

In Baden-Württemberg kommt der Feldhase als Kulturfolger überall vor, bis in die höchsten Lagen des Schwarzwaldes und der Adelegg. zudem ist er auch in den Grünanlagen im innerstädtischen Bereich zu finden. In den letzten Jahrzehnten sind seine Bestände aber vielfach stark zurückgegangen, weswegen er in Deutschland als gefährdet gilt (Rote Liste: 3).

Lebensweise

Feldhasen sind ursprünglich Stteppenbewohner. Als Kulturfolger leben sie bei uns in offenen Landschaften, wie Wiesen- und Weideländern, in Weinbergen und in offenen Wäldern. Im Herbst und Winter ziehen sie sich in den Schutz waldiger Gebiete zurück.

Die Nahrung der Feldhasen ist rein pflanzlich. Dabei fressen sie hauptsächlich Süßgräser, Blüten, Knollen, Wurzel und Getreide sowie Rinde junger Bäume. Außerdem nehmen sie ihren Blinddarmkot wieder auf, um den vitamin- und proteinreichen Darminhalt zu nutzen.

Seine natürlichen Feinde sind Greifvögel, Eulen, Raben sowie große Allesfresser.

Die Fortpflanzungszeit geht von Januar bis Oktober. Während dieser Zeit kämpfen die Männchen miteinander in sogenannten Box-Kämpfen“, bei denen sie sich gegenseitig mit den Pfoten schlagen. 42 Tage nach der Befruchtung werden ein bis fünf Junghasen geboren. Feldhasen sind Nestflüchter, sie sind schon gleich nach der Geburt behaart, lauffähig und können sehen.

Sonstiges

Bei Gefahr können Feldhasen mit der Geschwindigkeit von bis zu 70 Kilometern pro Stunde rennen und bis zu 2 Meter hoch springen.

Quellenangabe

Feldhase In: Die Säugetiere Baden-Württembergs. Band 2. S. 105-130. Eugen Ulmer GmbH & Co. (Stuttgart)