Igel (Braunbrustigel) Erinaceus europaeusErinaceidae

Status

Indigen

Verbreitung

West- und Zentraleuropa, Osteuropa und Russland, in Neuseeland eingeführt

Vorkommen in Deutschland

Ist in Baden-Württemberg und ganz Deutschland verbreitet. Da seine Populationen aber durch direktes und indirektes Einwirken des Menschen rückläufig sind, steht der Braunbrustigel mittlerweile auf der Vorwarnliste für Deutschland (Rote Liste: V).

Lebensweise

Igel leben fast überall, sowohl im Grünland als auch an Waldrändern und in geschlossenen Wäldern. Einen Unterschlupf finden sie in Hecken und Büschen, wodurch sie auch in Siedlungsgebieten anzutreffen sind.

Sie ernähren sich sowohl von pflanzlicher als auch von tierischer Nahrung. Dazu gehören Früchte, Pilze, Insekten, wie Käfer und Raupen, Regenwürmer, kleine Schlangen und Vogeleier. Ebenso gehen sie auch an menschliche Speisereste. Zu den Fressfeinden des Igels gehören Iltis, Steinmarder, Fuchs, Dachs, Waschbär und verschiedene Greifvögel. Außerdem haben Igel oft viele Parasiten, z.B. Igelzecken, die sich vom Stachelkleid geschützt festsaugen.

Das Einspeicheln des Stachelkleides dient in erster Linie dem Verarbeiten von unbekannten Geruchsstoffen, die zuvor mithilfe des Jacobsonschen Organs untersucht wurden. Ebenso fungiert es noch als Lockstoff für die Paarung sowie zur Orientierung der Jungtiere.

Die Paarungszeit der Igel erstreckt sich von Mitte April bis Anfang August. Nach ungefähr 35 Tage gebärt das Weibchen zwei bis zehn Jungtiere, die bis zu sechs Wochen gesäugtwerden.

Sonstiges

Der Braunbrustigel wird seit einigen Jahren neuen Gefahren ausgestzt, die vorwiegend auf den Menschen zurückzuführen sind. Hierzu zählen, die Mähroboter, Steingärten, Zäune sowie Teiche und Pools ohne Ausstiegshilfen.

Quellenangabe

Igel In: Die Säugetiere Baden-Württembergs. Band 2. S. 22-32. Eugen Ulmer GmbH & Co. (Stuttgart)