Kreuzotter Vipera berusViperidae
Status
Einheimisch
Verbreitung
Weit verbreitet in Europa mit Ausnhame des Südwestens und äußersten Südens, in Skandinavien bis über den Polarkreis
Vorkommen in Deutschland
Die Art besiedelt die Moor- und Heidegebiete der Norddeutschen Tiefebene und des Alpenvorlands sowie waldreiche Mittelgebirgslagen Süd- und Mitteldeutschlands. In Baden-Württemberg ist sie häufig in den höhergelegenen und kühleren Lagen des Schwarzwalds und der Schwäbischen Alb sowie in den Moorgebieten Oberschwabens und des Allgäus.
Lebensweise
Kreuzottern leben in Moorgebieten, Sümpfen, Brüchen, Heiden und Dünengebieten sowie Waldränder, Bergwälder, Blockhalden und Ufergebieten von Teichen, Seen und Bächen. Dabei brauchen Kreuzottern ein Habitat mit einer hohen Bodenfeuchtigkeit, vielen Niederschlägen und einen Patz zum Sonnenbaden. Kreuzottern sind Girtschlangen und ernähren sich von Kleinsäugern wie Mühlmäusen und verschiedenen Singvögel. Jungtiere ernähren sich von kleinen Eidechsen und Fröschen sowie jungen Mäusen und Molchen. Zu den Fressfeinden der Kreuzotter gehören Rabenkrähen, Elstern, Kolkraben und Milane, außerdem Dachse, Füchse, Marder, Wiesel, Iltis und Igel.
Die Paarungszeit der Kreuzotter zieht sich von April bis Mai. Während dieser Zeit kommt es oft zu Kommentkämpfen zwischen den Männchen. Vier bis sechs Monate nach der Paarung werden fünf bis 15 Jungtiere geboren. Kurz nach der Geburt häuten sich die jungen Kreuzottern zum ersten Mal. Die Tiere überwintern in Hohlräumen unter Wurzelstöcken, Felsspalten oder Steinhäufen.
Sonstiges
Vor der Winterruhe fressen die Kreuzottern das dreifache ihres Geburtsgewichts um den Winter zu überstehen. Wenn sich Kreuzottern bedroht fühlen, können sie beißen, meist flüchten sie aber. Beim Biss spritzt Gift aus ihren Giftzähnen, das für Kinder und ältere Menschen durchaus gefährlich sein kann. Es kommt aber insgesamt sehr selten zu Bissen, die meisten Bissmeldungen stammen aus Gebieten ohne Kreuzottervorkommen!!
Durch den Verlust ihrer Lebensräume (Heiden, Moore) ist die Art in Baden-Württemberg stark gefährdet und vom Bundesnaturschutzgesetz besonders geschützt.


