Wechselkröte Bufotes viridisBufonidae

Status

Einheimisch

Verbreitung

Verbreitungsschwerpunkt der Wechselkröte ist Südosteuropa. Nordwestlich kommt sie bis zu den dänischen Inseln und Südschweden vor. Im Westen liegt die Grenze im Osten Frankreichs, in Westdeutschland sind die Vorkommen stark zergliedert. 

Vorkommen in Deutschland

Vom Niederrhein bis zum Voralpengebiet und bis in die östlichen Bundesländer. In Baden-Württemberg kommt sie in der niederschlagsarmen und warmen Oberrheinebene vor, z.B. auch in Karlsruhe, im Kraichgau und den oberen Gäugebieten.

Lebensweise

Die Wechselkröte ist eine Steppenart. Die Kröten kommen überwiegend in trocken-warmen vegetationsarmen Lebensräumen vor,  besiedeln aber auch sandige Flussauen und naturnahen Küstenstreifen mit Süßwasserbereichen.

Erwachsene Wechselkröten ernähren sich von Regenwürmern, Ameisen, verschiedenen Käfern und Nacktschnecken. Jungkröten ernähren sich von Pflanzenläusen, Springschwänzen, Hautflüglern sowie von Milben und Zecken. Zu den Fressfeinden von adulten Wechselkröten gehören Ringelnattern, der Iltis und verschiedene Vogelarten. Jungkröten werden von Elstern, Enten und Haushühnern gejagt. 

Die Laichzeit erstreckt sich von Anfang April bis Mitte Juni, dabei müssen die Temperaturen höher als 10° C sein. Der Laich wird am Gewässerboden abgelegt, wo dann bis zu 15.000 schwarze Eier liegen, aus denen nach ungefähr drei Monaten die Larven schlüpfen. Nach etwa drei Jahren werden die Jungkröten geschlechtsreif.

Sonstiges

Die Männchen der Wechselkröten erzeugen mit ihrer Kehl-Schallblase Paarungsrufe, die die Weibchen anlocken.

Quellenangabe

Wechselkröte In: Laufer, H., Fritz, K.,& Sowig, P. (2007): Die Amphibien und Reptilien Baden-Württembergs. S. 357-374. Eugen Ulmer KG (Stuttgart).